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Einstein – 3 – ART
„Ist die Trägheit eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig?“
Einstein stützte seine Überlegungen auf drei Grundlagen. Die Maxwell-Hertzschen Gleichungen für den leeren Raum, den Maxwellschen Ausdruck für die elektromagnetische Energie des Raumes und auf das Relativitätsprinzip.
Das führte Einstein zu der Folgerung: “Gibt ein Körper die Energie L in Form von Strahlung ab, so verkleinert sich seine Masse um L/V2. Hierbei ist offenbar unwesentlich, dass die dem Körper entzogene Energie gerade in Energie der Strahlung übergeht, so dass wir zu der allgemeineren Folgerung geführt werden: Die Masse eines Körpers ist ein Maß für dessen Energieinhalt; ändert sich die Energie um L, so ändert sich die Masse in demselben Sinne um L/9*1020, wenn die Energie in Erg und die Masse in Grammen gemessen wird.“
Wenn ein Körper von 1 t ein Meter hoch gehoben wird, so nimmt seine Masse um 0,000 000 000 1 g zu. Energie hat also Masse und Masse ist eine Form von Energie.
ART – 1 – Relativitätsprinzip
Vor hundert Jahren setzten viele Wissenschaftler ihre Hoffnungen auf den Weltäther als absolutes Bezugssystem, obwohl das Experiment von Armand Fizeau sie schon 1851 lange vor Einsteins Additionstheorien widerlegt hatte.
Die Gesetze nach denen sich die Zustände der physikalischen Systeme ändern, sind unabhängig davon, auf welches von zwei relativ zueinander in gleichförmigen Parallel-Translationsbewegung befindlichen Koordinatensystemen diese Zustandsänderungen bezogen werden.
Die Gesetze haben also in allen Inertialsystemen und in beliebigen Koordinatensystemen die gleiche Form.
ART – 2 - c
Ohne absolutes Bezugssystem gibt es keine Möglichkeit die absolute Geschwindigkeit zu messen. Im Gegensatz zu Newtons Theorie ist c unabhängig von der Bewegung der Lichtquelle, gleich ob sie sich auf den Beobachter zu bewegt oder sich von ihm entfernt. Die Lichtgeschwindigkeit ist die Obergrenze der Relativitätsgeschwindigkeit und die SRT ist nur in kleinen Raumzeitbereichen gültig.
ART –3 – Machsches Prinzip
Annahme: Die Trägheitskräfte eines Körpers hängen nicht von dessen Bewegung relativ zu einem absoluten Raum, sondern von dessen Bewegung relativ zu den anderen Massen im Universum ab. Trägheitskräfte sind aber Ergebnis der Wechselwirkung der Massen untereinander und einen unabhängigen Raum gibt es nicht, z. B. sollten Fliehkräfte rotierender Körper verschwinden, wenn das Universum mitrotiert.
ART – 4 – Äquivalenzprinzip klassisch
Eine schwere Masse (gibt an wie stark die durch ein Gravitationsfeld an einen Körper erzeugte Kraft ist) und eine träge Masse (sagt aus wie stark ein Körper durch eine Kraft beschleunigt wird) sind äquivalent.
Das heißt, dass sich bei Abwesenheit anderer Kräfte jeder Körper in einem Schwerefeld gleich bewegt, im Vakuum fallen alle Körper gleich schnell und die geostationäre Bahn ist für alle Satelliten gleich.
ART – 5 – Äquivalenzprinzip Einstein
Es gibt kein Experiment mit dem ein Beobachter in einem geschlossenen Raum ohne Information von außen feststellen kann ob er sich in der Schwerelosigkeit fernab von Massen oder im freien Fall nahe einer Masse befindet. Das ist ein lokales Prinzip.
Alle Körper bewegen sich in der Raumzeit entlag der Geodäten, d. h. ein Beobachter, der sich entlang einer Geodäte bewegt, kann nur dann eine Krümmung der Raumzeit feststellen und als vorhandenes Gravitationsfeld deuten, wenn das beobachtete Raumzeitstück maßgeblich gekrümmt ist.
Das Äquivalenzprinzip wurde vor 1900 bereits von Loránd Eötvös mit einer Genauigkeit von 10-9 bestätigt.
ART – 6 - Feldgleichungen
Die Grundgleichungen der ART enthalten 10 unabhängige Komponenten (die Vektorgleichung des euklidischen Raumes besteht aus 3 Komponenten). Sie stellen einen Zusammenhang zwischen einigen Krümmungseigenschaften der Raumzeit und dem Energie-Impuls-Tensor her. Der Energie-Impuls-Tensor enthält die lokale Massendichte bzw. Energiedichte und damit die relevanten Eigenschaften der Materie. Die Feldgleichungen geben an, wie der Materie- und Energieinhalt sich auf die Krümmung der Raumzeit auswirkt.
ART – 7 – Zeit und Licht
Die gravitative Zeitdilatation folgt bereits aus der SRT. Das Zeitintervall zwischen Anfang und Ende einer Lichtwelle ist umso länger, je weiter oben man sich im Gravitationsfeld bewegt. Dadurch wächst der Abstand zwischen den Wellenbergen und das Licht ist langwelliger, also energieärmer. Licht nahe einer großen Masse bewegt sich aus Sicht eines entfernten Beobachters langsamer (Skapiro-Verzögerung, Gravitationslinsen-Effekt).
ART – 8 – Periheldrehung
Die von der ART vorausgesagte Periheldrehung der Planeten um die Sonne ist bestätigt.
ART – 9 – Gravitationswellen
Diese transversalen wellen würden den Raum quer zu ihrer Ausbreitungsrichtung ausdehnen und zusammenziehen. Sie können nur als Quadrupolstrahlung auftreten und haben eine sehr geringre Intensivität (das erwartete Verhältnis der Längenveränderung liegt bei 10-21), was ihren direkten Nachweis bislang erschwert.
Bei umkreisenden Sternen (Doppelsternsystemen) gibt es einen Energieverlust, der an der Abnahme der Rotationsgeschwindigkeit erkennbar und in Übereinstimmung mit dem erwarteten Energieverlust durch Gravitationswellen ist.
ART – 10 – S L
Voraussagen von Körpern sehr extremer Dichte, die die Raumzeit derartig stark krümmen, dass noch nicht einmal Licht entkommen kann, gelten als empirisch gesichert, auch wenn es keine direkte Beobachtung gibt.
ART – 11 – Kosmologie
Einstein fügte 1917 die kosmologische Konstante in die Feldgleichungen ein um einen statischen Kosmos zu ermöglichen.
Bei einer positiven Skalarkrümmung wird das Universum zunächst expandieren und sich dann zusammenziehen.
Bei verschwindender Skalarkrümmung wird die Expansionsgeschwindigkeit kontinuierlich einem festen Wert zusteuern.
Bei einer negativen Skalarkrümmung wird das Universum beschleunigt expandieren.
ART – 12 – Lösungen
Karl Schwarzschild fand die erste exakte Lösung der Feldgleichungen, die Schwarzschild-Metrik, die schwarze Löcher beschreibt. Für elektrisch geladene schwarze Löcher wird die auf der Schwarzschild-Metrik aufbauende Reissner-Nordström-Metrik verwendet.
Die Raumzeit nahe einem rotierenden schwarzen Loch beschreibt die Kerr-Metrik und deren Erweiterung, die Kerr-Newman-Metrik beschreibt die rotierenden und elektrisch geladenen schwarzen Löcher.
Georges Lamaître fand die exakte Lösung zur Beschreibung eines expandierendes Universum. Die Robertson-Walker-Metrik ist eine Erweiterung, die ein expandierendes, homogenes und isotropes Universum beschreibt.
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